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Tollense09

 

 

Vom 19.06. – 21.06.2009 trafen sich die gesamten Katastrophenschutzkräfte des 1. und 2. Löschzuges des Landkreises Mecklenburg-Strelitz auf dem Ferien- und Ausbildungsgelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises in Neuendorf, um gemeinsam mit den polnischen Kameraden aus Bialogard am Samstag eine gemeinsame Waldbrandübung zu absolvieren.

 

Am Freitag gegen 17:00 Uhr wurden alle KatSchutz-Kräfte über Funkmeldeempfänger und Handy alarmiert. Nachdem alle Einsatzkräfte in Neuendorf eingetroffen waren, konnte mit dem Aufbau der Mannschaftszelte begonnen werden. Am Abend wurde dann gemeinsam der Ablauf und Aufbau der KatSchutz-Übung besprochen, die am Samstag gegen 08:15 Uhr beginnen sollte. Der Rest des Abends konnte dann in gemütlicher Runde ausklingen.

 

Der Morgen danach, Samstag der 20.06. gegen 08:15 Uhr, die „Pieper“ und Sirenen der Freiwilligen Feuerwehren Wulkenzin, Woggersin, Rowa und Neubrandenburg lösen aus. Es geht zum Waldbrand am Campingplatz Gatsch Eck in Neuendorf am Tollensesee, hier brennt der Kiefernwald.
Schnell wird den ersten Einsatzkräften klar, dass sie alleine gegen die Flammen nicht viel tun können, also werden die beiden Löschzüge des Katastrophenschutzes des Landkreises Mecklenburg-Strelitz hinzu gerufen, die gerade mit den polnischen Kameraden im Ausbildungszentrum Neuendorf zu Besuch sind.
Durch die Einsatzfahrt der Fahrzeuge des Katastrophenschutzes, des THW und der DRK-Rettungswagen, die mit Martinhorn und Blaulichter den Gatscher Forst durchquerten, wurden auch die letzten Anwohner aus ihren Betten geholt und es wurden jedem klar, hier muss was Großes passiert sein, es dringen nun auch einige „Rauchschwaden“ durch den Wald.

 

Die erste Aufgabe der Löschzüge war es, eine Wasserversorgung für die eingesetzten Tanklöschfahrzeuge vom Tollensesee herzustellen. Denn um eine effektive Waldbrandbrandbekämpfung durchführen zu können, mussten bis zu 5 Tanklöschfahrzeuge in einem Pendelverkehr die Einsatzkräfte mit Löschwasser versorgen.
Die weiteren KatSchutz-Kräfte bauten zwischen dem Wald und Campingplatz eine sogenannte Wassergasse auf, um so den Campingplatz vor den Flammen zu schützen. Hierfür wurden enorme Schlauch- und Strahlrohrmengen benötigt. Neben diesen Löscharbeiten wurde dann noch mittels Motorkettensägen eine Waldbrandschneise gesägt, um den Flammen die „Nahrung“ zu nehmen.

 

Nach knappen 2,5 Stunden konnte diese Großübung beendet werden. Insgesamt waren über 120 freiwillige Männer und Frauen der Hilfsorganisationen aus Mecklenburg-Strelitz und dem polnischem Bialogard im Einsatz.
Beobachtet wurde diese Übung von vielen Vertretern der Landkreise Mecklenburg-Strelitz und Bialogard (u.a. die Landrätin Ingrid Sievers und Kreisbrandmeister Josef Augustin), auch einige Offiziere der Bundeswehr daran nahmen teil.

 

Für den Amtswehrführer Norbert Rieger war diese Übung „schon in Ordnung“, wurden hier und da schon einige kleinere Fehler gemacht, aber es ging hier nicht nur um die Einsatzzeiten, sondern vielmehr um das Zusammenspiel der verschiedenen Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel mit den polnischen Kameraden.

 

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