Kesselwagenbrand TABEG Wesenberg
Helle Aufregung am Samstagmorgen in der Woblitzstadt Wesenberg. Grund hierfür war eine groß angelegte Einsatzübung zwischen den Gefahrgutzügen der Altkreise Mecklenburg-Strelitz, Neubrandenburg und dem Müritzkreis, sowie den Freiwilligen Feuerwehren aus Wesenberg, Mirow, Strasen und Wustrow.
Gegen 07:30 Uhr trafen sich die Einsatzkräfte des Gefahrgutzuges des Altkreises Mecklenburg-Strelitz und der Stadt Neubrandenburg bereits am Gerätehaus der Wesenberger Feuerwehr, um ihre jährliche Einsatzübung zu fahren. In diesem Jahr fand diese Übung, wie schon mal vor vielen Jahren, bei der TABEG Wesenberg statt. Das Tanklager, dass sich in einem Waldstück bei Siedenheide befindet, wird als Schwerpunktobjekt eingestuft, denn hier werden rund 117.500 cbm Gefahrstoffe (Heizöl, Dieselkraftstoff, Biodiesel, Pflanzenöl und Flüssigdünger) gelagert.
Gegen 08:00 Uhr wurden dann die oben genannten örtlichen Feuerwehren über Pager und Sirenen mit dem Einsatzstichwort: "Brand Kesselwagen - Gefahrguteinsatz" von der Integrierten Rettungsleitstelle Neubrandenburg alarmiert. Durch die Einsatzleitung wurde dann die Lagemeldung an die Leitstelle zurück gegeben: "....brennen zwei Gefahrgut-Kesselwagen und die angrenzende Waldfläche!" In Anschluss wurden dann die Gefahrgutzüge Mecklenburg-Strelitz, Neubrandenburg und des Müritzkreises hinzu gerufen. Durch die örtlichen Wehren wurde ein massiver Löschschaumeinsatz, die Waldbrandbekämpfung und die Wasserversorgung vom 320 cbm fassendem Löschteich zu den Fahrzeugen aufgebaut. Die angeforderten Gefahrgutzüge hatten die Aufgabe, zu einem eine Dekontaminationsanlage (DekonP) aufzubauen und zum anderen mit ihren ABC-Erkundungswagen die Luft der Umgebung zu messen, um somit eine Gefährdung der Einsatzkräfte und der Bevölkerung zu verhindern!
Nach über 2 Stunden konnte die Einsatzübung, an der 160 Einsatzkräfte mit über 40 Einsatzfahrzeugen teilnahmen, beendet werden. Leider gab es in der Anfangsphase, beim Aufbau der Löschwasserversorgung, einen Unfall, wobei sich ein Kameraden so schlimm verletzte, das er von den Teilnehmenden Kräften des DRK ins Neustrelitzer Krankenhaus gefahren werden musste. Er ist aber wohlauf und konnte noch am gleichen Tag das Klinikum verlassen.
An dieser Übung nahmen auch, neben dem Kreiswehrführer Norbert Rieger, Delegierte von verschiedenen Hilfsorganisationen, wie z.B. der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg, sowie der Bundeswehr, dem Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte und dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte teil.
Bilder: Nico Lemcke, FFw Neustrelitz

